Selbständige und Altersvorsorge: Das musst Du beachten

Angestellte bekommen sie genau wie alle Selbständigen, die in einem berufsständischen Versorgungswerk pflichtversichert sind – die gesetzliche Rente. Alle anderen müssen selbst vorsorgen. Ideal dafür: Die Basisrente.

Altersvorsorge ist für jeden einzelnen Bundesbürger ein wichtiges Thema, besonders wichtig ist sie jedoch für alle Selbständigen. Denn sie zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein, haben im Alter also nur die Rücklagen, die sie selbst erwirtschaftet haben. Das kann man natürlich auf eigene Faust versuchen. Besser ist es jedoch, mit einem starken Partner im Rücken für das Alter vorzusorgen, beispielsweise mit der Basisrente, die 2005 als Rürup-Rente eingeführt wurde. Wir sagen dir, worauf es in der Beratung deiner Kunden ankommt.

Selbständig und pflichtversichert?

Zunächst einmal musst du abklären, ob der selbständige Kunde, der da gerade vor dir sitzt, nicht vielleicht doch pflichtversichert ist. Das sind nämlich beispielsweise alle Handwerker mit Zulassungsvoraussetzungen, aber auch Selbständige in Bildung und Pflege wie Coaches, Trainer oder auch Hebammen, Künstler, Publizisten, Journalisten und einige weitere Berufsgruppen. Sie zahlen in der Regel über ein berufsständisches Versorgungswerk in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das heißt nicht, dass diese Berufsgruppen nicht auch privat für das Alter vorsorgen können und müssen – im Gegenteil! Allerdings solltest du bei der Beratung eher die Kriterien heranziehen, als würde ein Angestellter vor dir sitzen – angefangen bei der Ermittlung des tatsächlichen Finanzbedarfs über die Rentenlücke bis hin zu möglichen Produktlösungen entsprechend des jeweiligen Risikoprofils.

Freiwillig gesetzlich versichert?

Dann gibt es noch jene Selbständige, die freiwillig in die gesetzliche Rente einzahlen – oftmals, um die bisher erreichten Rentenansprüche zu erhöhen oder um Anwartschaften und Ansprüche nicht zu verlieren. Grundsätzlich kann sich jeder freiwillig rentenversichern, der in Deutschland lebt, unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Und auch die Wahl der Beitragshöhe obliegt – in einer gewissen Spanne – dem freiwillig Versicherten. Aktuell müssen monatlich mindestens 83,70 Euro entrichtet werden. Maximal können bis zu 1.246,20 Euro im Monat in die Rentenkasse eingezahlt werden. Hier gilt für die Beratung derselbe Ansatz wie bei Angestellten und pflichtversicherten Selbständigen: Rentenlücke berechnen.

Eine gute Basis für die Rente

Ganz anders ist die Ausgangslage und damit der Ansatz deiner Beratung bei Selbständigen, die nicht in die gesetzliche Rente einzahlen. Sie haben keine Rentenlücke, sondern müssen ihren Lebensstandard im Alter komplett aus der eigenen Tasche finanzieren. Der Vorsorgebedarf ist damit natürlich ein ganz anderer. Für diese Zielgruppe hat der Staat die Rürup-Rente, heute Basisrente, konzipiert. Genau wie die gesetzliche Versicherung wird dabei eine lebenslange Rente ausgezahlt. Und um einen Anreiz für die Vorsorge zu schaffen, gibt es eine Steuererleichterung während der Ansparphase. In dieser Zeit sind die Beiträge als Sonderausgaben absetzbar. 2020 kann dein lediger Kunden 25.046 Euro, ein verheirateter Kunde gemeinsam mit dem Ehepartner 50.092 Euro über die Steuererklärung geltend machen und damit die Steuerlast deutlich senken.

Und auch die Versicherer haben in der Produktgestaltung speziell auf die Bedürfnisse der selbständigen Zielgruppe geachtet. Beispiel Flexibilität: Bei den Produkten der Zurich können deine Kunden jederzeit bis zu den gesetzlichen Höchstgrenzen zuzahlen – etwa wenn das Geschäft gerade gut läuft – oder aber auch Beiträge stunden, wenn das Gegenteil der Fall ist. Zudem gibt es die Wahl zwischen einem teilweisen Kapitalschutz in Höhe von 80 oder 50 Prozent sowie einer reinen Fondsanlage. Damit entscheiden deine Kunden, wie offensiv die Anlagestrategie sein soll respektive, ob sie überhaupt Garantien wünschen.

Basis mit einem Plus

Eigentlich ist der Name Basisrente da fast schon irreführend. Denn deine Kunden bekommen neben der lebenslangen Rente, womit das Langlebigkeitsrisiko abgesichert wird, und den Steuerersparnissen zusätzlich auch einen Insolvenzschutz. Denn das mit der Basisrente angesparte Kapital darf beispielsweise nicht auf Hartz IV angerechnet werden. Zusätzlich ist eine Kombination mit einer Berufsunfähigkeit möglich – während der dein Kunde weitersparen kann.

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