Diese Versicherungen brauchen Azubis und Studenten

Der Nachwuchs wird flügge, startet zu Ausbildung oder Studium in eine neue Lebensphase. Damit stellt sich die Frage, welche Versicherungen Sohn oder Tochter jetzt brauchen. Haftpflicht-, Hausrat-, BU-Versicherung? Wie du Eltern und ihre erwachsenen Kinder kompetent berätst, liest du hier.

Eine gute Nachricht für deine Kunden kannst du gleich zu Beginn des Gesprächs anbringen: Vielfach sind Studierende und Auszubildende noch über die Versicherungen ihre Eltern abgesichert. In manchen Fällen ist es aber auch sinnvoll, über eine eigene Police nachzudenken. Bestes Beispiel hierfür ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).

Klar: Wenn man jung und fit ist, macht man sich über so hässliche Dinge wie Berufsunfähigkeit keine Gedanken. Das könnte sich irgendwann aber als Fehler herausstellen. Auch junge Menschen erleiden Schicksalsschläge oder werden so krank, dass sie nicht mehr arbeiten können. Beispielsweise sind psychische Erkrankungen immer verbreiteter. In der Altersgruppe der unter 40-Jährigen bilden sie inzwischen mit 33,4 Prozent die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit – Stichwort: Burnout. Erkrankungen des Bewegungsapparates, Krebs und sonstige schwere Erkrankungen sowie Unfälle sind weitere häufige Gründe für eine Berufsunfähigkeit.

Extrem wichtig: die Berufsunfähigkeitsversicherung

Gerade junge Leute können sich dagegen zu günstigen Konditionen schützen, am besten gleich zu Beginn der Ausbildung oder bereits als Schüler oder Student. So sind sie im schlimmsten Fall zumindest materiell abgesichert.

Informationen und Verkaufsunterlagen zum Zurich BU-Schutzbrief findest du hier.

Als weitere wichtige Absicherung für Azubis und Studierende solltest du Haftpflicht- und Hausrat-policen auf dem Zettel haben. Hier können häufig Familientarife genutzt werden. Das heißt: Die erwachsenen Kinder sind über die elterliche Versicherung abgesichert.

Bei der Haftpflicht bieten Familientarife sogar dann Schutz, wenn der Nachwuchs zwecks Studiums oder einer Ausbildung zu Hause auszieht. Das trifft aber nur zu, wenn Sohn oder Tochter zwischenzeitlich nicht gearbeitet oder geheiratet haben. Bei Azubis gilt diese Regelung überdies nur für die erste Ausbildung. Falls der Schutz durch den Familientarif aus einem dieser Gründe nicht mehr greift, solltest du das Thema einer eigenen Haftpflichtversicherung unbedingt auf den Tisch bringen. Schließlich gehört sie zu den absoluten Must-Have-Versicherungen.

Mit der Hausratversicherung verhält es sich ähnlich: Kinder sind über eine entsprechend erweiterte Police der Eltern abgesichert, sofern sie ihren Hauptwohnsitz weiter in ihrem Elternhaus haben. Das kann auch dann der Fall sein, wenn der Nachwuchs in eine WG oder ein Wohnheim umgezogen ist. In diesem Fall spricht man von einer Außenversicherung der Eltern. Sie deckt den Hausrat des Kindes mit normalerweise 10 Prozent der elterlichen Versicherungssumme ab. Wenn sie dagegen in einem eigenen Hausstand leben, brauchen sie auch eine eigene Versicherung.

Unfallversicherung schützt im Auslandssemester

Speziell bei Studenten stellt sich häufig die Frage nach den notwendigen Versicherungen während eines Auslandssemesters. Innerhalb der EU sowie in Norwegen und der Schweiz schützt die gesetzliche Krankenversicherung. Sie übernimmt aber höchstens Ausgaben, die auch in Deutschland anfallen würden. Bergungskosten oder Rücktransporte werden nur in Ausnahmefällen erstattet. Dennis Gottschalk vom Großmakler Leue & Nill rät deshalb in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ zu einer Unfallversicherung. „Das kostet nicht viel, kann aber im Fall der Fälle hohe Ausgaben ersparen“, so der Experte. Empfehlenswert ist auf jeden Fall auch eine gute Haftpflichtversicherung. Am besten prüfst du zusammen mit deinem Kunden, ob der bestehende Schutz auch für Länder wie etwa die USA ausreicht, in denen oft hohe Schadenersatzsummen aufgerufen werden.

Nicht zuletzt solltest du Azubis, Studierenden oder ihren Eltern den dringenden Tipp geben: Denkt früh genug an die Zukunft! Da die staatliche Rente für kommende Generationen nicht mehr ausreichen wird, sollten junge Leute heute bereits beim Berufseinstieg oder Studienbeginn mit der privaten Altersvorsorge anfangen. Dazu bietet sich beispielsweise eine private Rentenversicherung an. Azubis sollten sich außerdem beim Arbeitgeber erkundigen, ob er die Beiträge für eine betriebliche Altersversorgung übernimmt.

Von Pfefferminzia, Autor René Weihrauch

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