Waidmannsheil – mit der richtigen Haftpflichtversicherung

Die rund 400.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland brauchen einen besonderen Versicherungsschutz. Eine spezielle Haftpflicht ist vorgeschrieben, doch es gibt noch weiteren Bedarf. Welche Policen sind sinnvoll? Wie kommst du mit der Zielgruppe in Kontakt? Hier gibt es Antworten.

Stell dir vor, du hast eine 400.000 Personen starke Zielgruppe – Leute, die scharfe Waffen tragen, sich in unübersichtlichem Gelände bewegen und ausgebildete Hunde mit sich führen. Klingt so, als ob da ein ziemlich großer Bedarf an Haftpflicht- und anderem Versicherungsschutz besteht, oder?

Und so ist es auch. Alle 397.414 Jägerinnen und Jäger in Deutschland (Stand: Jagdjahr 2019/2020; Quelle: Deutscher Jagdverband) brauchen zum Erwerb und zur Verlängerung ihrer Jagderlaubnis zwingend eine Jagdhaftpflichtversicherung. Zu einer umfassenden Absicherung sind darüber hinaus weitere Bausteine unbedingt zu empfehlen. Für Makler öffnet sich hier ein attraktives Betätigungsfeld. Doch welche Versicherungen kannst du hier konkret anbieten? Und wie findest du Kontakt zu potenziellen Kunden?

Die Jagdsaison startet traditionell am 1. April

Zunächst einmal: Um im Bereich Jagdversicherungen aktiv zu werden, ist zum Anfang eines Jahres die beste Zeit. Am 1. April beginnt in Deutschland traditionell das Jagdjahr. Zu diesem Termin müssen viele Jagdscheine verlängert werden. Und dazu haben Jäger immer eine aktuelle Haftpflichtversicherung nachzuweisen.

Es kann sich also lohnen, Kontakt zu (angehenden) Jägerinnen und Jägern aufzunehmen – zum Beispiel über Jagdschulen aus deiner Umgebung oder über den Landesjagdverband aus deinem Bundesland. Persönlich oder telefonisch, per Mail oder über soziale Netzwerke – hierbei solltest du alle zur Verfügung stehenden Kommunikationsmöglichkeiten nutzen. Wichtig: Mache dich vorher sachkundig, worauf es bei Jagdversicherungen ankommt, lies dich in die Materie ein – etwa zu konkreten Schadenfällen.

Deckungssumme ausreichend bemessen

Wichtig ist vor allem die Frage der Deckungssumme. Gesetzlich vorgeschrieben sind bei der Jagdhaftpflicht mindestens 500.000 Euro für Personenschäden und 50.000 Euro für Sachschäden. Nach Überzeugung von Jagd- und Versicherungsexperten reicht das aber nicht aus. In diesem Zusammenhang kannst du im Beratungsgespräch gut auf einen Fall verweisen, bei dem ein Jäger einen Unternehmensberater grob fahrlässig durch Schüsse ins Knie schwer verletzt hat. Die Schadenssumme lag bei etwa 3 Millionen Euro. Die gesetzliche Deckung hätte also bei weitem nicht gereicht. Ganz zu schweigen von leider immer wieder vorkommenden Todesfällen, die sich im Rahmen einer Jagd ereignen. Fachleute raten deshalb bei Personenschäden zu einer Deckung von mindestens 5 Millionen Euro, besser 15 Millionen oder mehr.

Jagdhund ist mitversichert

Die Zurich Jagdhaftpflicht bietet bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die durch den erlaubten Schusswaffenbesitz bei der Jagd entstehen, als Top-Schutz Deckungssummen von bis zu 50 Millionen Euro. Versichert sind dabei auch Schäden, die der Kunde als Halter von bis zu drei Jagdgebrauchshunden verursacht. Aber Achtung: Die Hunde müssen nachweislich für die Jagd ausgebildet sein. In diesem Fall gilt der Versicherungsschutz sogar für Schadenfälle außerhalb der Jagd. Andernfalls bietet sich als Option eine allgemeine Tierhalter-Haftpflichtversicherung für Hunde an, die vor Forderungen Dritter bei Sach- und Personenschäden schützt.

Auch Schäden, die ein Jäger als Halter oder Eigentümer von kleinen Wasserfahrzeugen (gerade bei der Jagd auf Wasservögel wichtig) ohne Motor verursacht, sind von der Jagdhaftpflicht abgedeckt (nicht versichert ist dagegen der Gebrauch von Kraft- oder Luftfahrzeugen). Ein weiterer Vorteil, auf den du potenzielle Kunden aufmerksam machen solltest: Die Jagdhaftpflichtversicherung gilt weltweit – wobei sich Jäger als Gast im Ausland vorher erkundigen sollten, ob der deutsche Versicherungsschutz im jeweiligen Land ausreicht. Neben der Haftpflichtpolice sind weitere Bausteine sinnvoll, zum Beispiel die Jagd- und Sportwaffenversicherung von Zurich. Sie greift bei Verlust, Zerstörung oder Beschädigung von Waffen und Zubehör – inklusive Zielfernrohr, Fernglas, Jagdtaschen, Rucksack, Jagdkleidung und einigem mehr. Komplett wird der Versicherungsschutz mit einer Forderungsausfalldeckung. Sie springt ein, wenn dein Kunde selbst einen Schaden erleidet, gegen den der Verursacher aber nicht versichert ist und den er auch nicht aus eigener Tasche ausgleichen kann.

Alle Versicherungslösungen von Zurich rund um die Jagd können mit wenigen Klicks über die Zurich Angebotssoftware berechnet und abgeschlossen werden.

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