Smart Home: Neue Technik muss auch clever versichert werden

Ganz schön clever so ein Smart Home: Digitale Technik und miteinander vernetzte Geräte machen das Zuhause sicherer, komfortabler und sparen Energie. Doch die intelligente Technik wirft auch neue Versicherungsfragen auf. Worauf du dabei achten solltest, liest du hier.

Jalousien fahren bei einem bestimmten Sonnenstand wie von Geisterhand herunter. Heizung und Klimaanlage werden über Temperatursensoren automatisch gesteuert. Wenn die Milch alle ist, gibt der Kühlschrank eine Online-Bestellung im Supermarkt auf – und Einbrecher haben dank intelligenter Überwachungssysteme kaum noch eine Chance. Was sich noch vor einem oder zwei Jahrzehnten wie Science-Fiction las, ist heute in Millionen deutscher Haushalte Realität. Der Siegeszug des Smart Home ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Experten bezeichnen die 2020er-Jahre bereits als „Dekade der Digitalisierung des Zuhauses“.

Hausrat: Reicht die Versicherungssumme noch?

Aber wie lässt sich die neue Technik am besten versichern? Wie sind neu entstehende Cyber-Risiken abzudecken? Wenn du Kunden hast, die im Begriff sind, ihre Wohnung oder ihr Haus digital aufzurüsten, solltest du solche Fragen dringend mit ihnen besprechen.

Der Teufel steckt gelegentlich im Detail. So ist beispielsweise versicherungsrechtlich noch nicht endgültig geklärt, ob die Smart-Home-Hardware als Hausrat oder als Gebäudeteil gilt. Weil die meisten Teile des smarten Netzwerkes nicht fest mit dem Gebäude verbunden sind, gehen Fachleute allerdings davon aus, dass sie eher in den Bereich der Hausratversicherung fällt. Auf jeden Fall solltest du mit deinen Kunden prüfen, ob die Versicherungssumme der bestehenden Police noch ausreicht, nachdem die Technik installiert worden ist. Gegebenenfalls muss sie angepasst werden, damit keine Deckungslücken entstehen.

Bei der Hausratversicherung von Zurich gibt es hingegen keine Versicherungssummen mehr. Bei Angabe der richtigen Wohnfläche ist der komplette Hausrat unbegrenzt (Ausnahme: Wertsachen) versichert. Auch Neuanschaffungen müssen dann nicht mehr in die Berechnung einbezogen werden. Einfacher geht es nicht.

Cyber-Risiken richtig absichern

Ein anderer Punkt betrifft die Cyber-Sicherheit. Kriminelle Hacker könnten versuchen, sich illegal Zugang zu sensiblen Daten zu verschaffen. Ob eine in die Jahre gekommenen Hausratversicherung solche Schäden abdecken würde, ist fraglich. Im Rahmen des “Top-Schutz” in der Hausratversicherung von Zurich sind unter anderem Kosten für eine notwendige Datenrettung oder Verluste, die durch sogenanntes Phishing beim Online-Banking entstehen, abgedeckt. Denn bei allem Komfort: Eine neue Technologie bringt immer auch neue Risiken mit sich.

Von Pfefferminzia, Autor René Weihrauch

Headerbild: © Zurich