5 ½ Komposit-Mythen, die Du kennen solltest

Bringen kein Geld, machen nur Arbeit und am Ende wird doch eh nur der Zeitwert ersetzt: Einige Mythen rund um Kompositversicherungen halten sich hartnäckig – bei Kunden wie bei Maklern.

Sach, Haftpflicht, ist das nicht alles dasselbe? Nein! Und beide Sparten sind für dich auch nicht arbeitsintensiver, während sie dir kaum Courtage einbringen. Wir räumen auf mit einer veralteten Denke, zeigen dir, wie attraktiv Sach- und Haftpflichtversicherungen sind, und überlassen die Welt der Mythen ab sofort wieder Drachen und Feen.

Mythos 1: Die PHV kostet mich nur viel Zeit, bringt mir aber keinen Umsatz

Es ist richtig – die Courtage für die Vermittlung einer PHV ist nicht gerade üppig. Dafür ist dein Aufwand aber auch relativ gering. Erstens ist es ziemlich einfach, den Kunden vom Nutzen des Versicherungsschutzes zu überzeugen. Alles was es dafür braucht, ist ein Schadenfall, der in die Millionen geht – etwa, wenn es jemand eilig hat und bei rot über die Ampel geht. Durch eine Vollbremsung eines PKW fährt ein Linienbus auf und es gibt mehrere Schwerverletzte. Zudem lässt sich die PHV mittlerweile ganz unkompliziert online abschließen. Außerdem darfst du nicht vergessen, dass zur Courtage noch die Bestandsvergütung hinzukommt. Und hier gilt in der Regel: Einmal abgeschlossen, wechseln die wenigsten Haushalte. Und die PHV ist beispielsweise auch ein guter Einstig in die Beratung – etwa, wenn die Kinder „flügge“ werden. Mit der PHV hast du hier schon einmal einen Fuß in der Tür.

Mythos 2: In der PHV werden so viele Schäden gemeldet, dass mich deren Bearbeitung wahnsinnig viel Zeit kostet

Vielleicht geht es dir, wie den meisten Maklern. Wir hören tatsächlich relativ oft, dass die Sorge vor einer permanenten Schadenbearbeitung in der PHV Maklern Bauchmerzen bereitet. Dabei hat sich auch hier dank neuer digitaler Möglichkeiten in den vergangenen Jahren einiges getan. Die Schadenbearbeitung in der PHV erfolgt mittlerweile überwiegend online – das ist für uns als Versicherer, für den Makler, aber letztendlich vor allem für die Kunden in der Regel der unkomplizierteste und effizientes Weg. Bei der Zurich setzt man beispielsweise auf Scalepoint in der Schadenbearbeitung, womit der Versicherer bisher schnelle und gute Ergebnisse erzielen kann – ein Effizienzgewinn, den man letztendlich wieder in die Kunden investieren kann.

Mythos 3: Hausratversicherungen sind für mich als Makler genauso unattraktiv wie die PHV

Du ahnst es schon: Da die PHV für dein Geschäft alles andere als unattraktiv ist, ist es auch die Hausratversicherung. Vor allem der Quadratmeter-Tarif macht die Hausratversicherung für Makler beratungssicher. Konkret heißt das, du brauchst für deine Beratung lediglich die Quadratmeterzahl der Wohnung oder des Hauses deines Kunden und schon ist alles darin Enthaltene – von den Möbeln, über Kleidung, oder Elektrogeräte – pauschal abgesichert.
Dein Aufwand ist also auch hier gering, du bekommst aber neben der Abschlusscourtage zusätzlich genauso die Bestandsvergütung. Und auch hier gilt: Mit der Hausratversicherung begleitest du deine Kunden auf ihren ersten Schritten. Die ideale Basis für eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mythos 4: Unfallversicherungen sind nur etwas für Extremsportler

Natürlich sollten sich besonders aktive Menschen mit einer Unfallversicherung schützen. So abgedroschen es jedoch klingen mag, die meisten Unfälle passieren nach wie vor im Haushalt. Laut Robert-Koch-Institut verunglücken im Jahr etwa 2,8 Millionen Bundesbürger im eigenen Haushalt. Selbst Autofahren ist statistisch gesehen ungefährlicher, als sich in den eigenen vier Wänden aufzuhalten. Eine Unfallversicherung ist daher essentiell. Denn wer beispielsweise nach einem unglücklichen Sturz auf den Rollstuhl angewiesen ist, bekommt dank seiner Unfallversicherung und der vereinbarten Invaliditätszahlung die notwendigen Umbauten im Haus bezahlt.

Mythos 5: Die PHV ist eine Sachversicherung

Nein, denn letztendlich werden keine Sachen, sondern immer Personen versichert. Die können wiederum Sachen beschädigen, was die PHV jedoch nicht zu einer Sachversicherung macht. Richtig ist hingegen, dass die PHV genau wie Sachversicherungen auch – also beispielsweise die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung – zu den sogenannten Kompositversicherungen zählt. Die Unfall- sowie die Rechtschutzversicherung ergänzen die Kompositsparte.

Und welchen ½ Mythos gibt es noch?

Das ist die gerne zitierte „Weisheit“, dass doch eh nur der Zeitwert ersetzt wird. Hier handelt es sich deshalb nur um einen ½ Mythos, weil die Aussage für die PHV durchaus richtig ist. Bei Sachversicherungen, wie beispielsweise in der Hausrat, ist jedoch der Neuwert versichert. Ein nicht ganz unwichtiges Detail, auf das du deine Kunden aufmerksam machen solltest.

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