Ungetrübter Skispaß: Diese Versicherungen brauchen Wintersportler

Jeden Winter verletzen sich 40.000 deutsche Skifahrerinnen und Skifahrer bei Unfällen auf der Piste. Schlimm genug. Noch schlimmer wird es, wenn die Betroffenen nicht ausreichend versichert sind. Welche Risiken drohen und was du deinen Kunden raten solltest, liest du hier. 

Wenn die Sonne vom blauen Himmel lacht und der Schnee auf der Piste staubt, vergessen Skifahrer manchmal alles um sich herum – vor allem, dass in dieser Skisaison coronabedingt alles etwas anders läuft als sonst. Doch auch in “normalen” Zeiten kann es nicht schaden, wenn du Ski- und Snowboard-Fans beizeiten an die Risiken erinnerst, denen Wintersportler ausgesetzt sind und wie sie sich gegen die finanziellen Folgen absichern können.

Hat die Haftpflicht eine Forderungsausfalldeckung?

Eine Haftpflichtversicherung haben vermutlich die allermeisten deiner Kunden bereits. Wenn sie einen Skiunfall verursachen, sind sie damit gegen Forderungen von Geschädigten abgesichert. Aber enthält die Police auch eine Forderungsausfalldeckung? Sie schützt davor, dass dein Kunde als Unfallopfer auf seinen Kosten sitzen bleibt, wenn der Verursacher nicht versichert und mittellos ist. Diesen Punkt solltet ihr auf jeden Fall besprechen.

Nächstes Thema: die private Unfallversicherung. Vor dem Skiurlaub ist ein guter Zeitpunkt, Kunden, die noch keine haben, darauf anzusprechen. Sie schützt nicht nur vor den finanziellen Folgen dauerhafter Unfallschäden (ob beim Skifahren oder anderswo), sondern kommt im Winterurlaub unter Umständen auch für mögliche Bergungskosten auf. Muss ein verletzter Skifahrer oder Snowboarder mit dem Hubschrauber geborgen werden, erreichen die Kosten schnell den fünfstelligen Bereich. Jede einzige Flugminute verschlingt rund 90 Euro, hinzu kommen weitere Ausgaben. Und apropos Transport: Bei Unfällen im Ausland ist eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll, die gegebenenfalls für den Rückflug nach Deutschland aufkommt.

Schutz gegen Diebstahl und Beschädigung

Abseits der Pisten, sprich: im Hotel oder der Ferienwohnung – und wohl spätestens in der nächsten Saison beim Après Ski – lauern ebenfalls Risiken – etwa was Diebstahl oder Beschädigung der Ski-Ausrüstung betrifft. Eine bestehende Hausratversicherung ersetzt in der Regel Verluste durch gewaltsamen Einbruch, Feuer, Sturm und Hagel. Sie leistet aber nicht bei einfachen Diebstählen, beispielsweise, wenn das teure Snowboard vor der Hütte abgestellt und gestohlen wurde. Hier lohnt sich unter Umständen eine zusätzliche Sportgeräte-Versicherung, die in solchen Fällen einspringt. Hierüber solltest du auf jeden Fall mit Kunden reden, die häufig im Wintersport sind und eine hochwertige Ausrüstung besitzen.

Von Pfefferminzia, Autor René Weihrauch

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