Darum ist eine Vertrauensschadenversicherung so wichtig für Deine Kunden

Vertrauen ist gut, Absicherung ist besser. Dennoch besitzen nur ca. 8 Prozent der Unternehmen eine Vertrauensschadenversicherung. Warum deine Kunden unbedingt eine solche Versicherung brauchen.

„Ach, ich vertraue meinen Mitarbeitern“ oder „Kann bei uns nicht passieren, wir haben alles unter Kontrolle“ sind sicherlich die häufigsten Antworten deiner Kunden, die du bekommst, wenn das Thema Vertrauensschadenversicherung auf den Tisch kommt.

Leider sieht die Realität häufig anders aus.

Betrug, Untreue, Unterschlagung: Straftaten am Arbeitsplatz bringen nicht nur das Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter ins Wanken. Laut Branchenverband GDV entstehen deutschen Unternehmen jährlich unglaubliche 225 Millionen Euro Schaden – drei Viertel davon gehen auf das Konto durch Täter im eigenen Haus. Der Bedarf an Vertrauensschadenversicherungen ist entsprechend groß, gerade Mittelständler wähnen sich aber in trügerischer Sicherheit.

Und insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen trauen ihren Mitarbeitern oft nicht zu, dass diese betrügen oder dem Unternehmen auf andere Art und Weise absichtlich schaden wollen. Das ist aber ein Trugschluss, weiß Rechtsanwalt Martin Grewe, Experte für Vertrauensschadenversicherung bei der Zurich Gruppe Deutschland: „Der Vertrauensbonus in die eigenen Mitarbeiter ist oft enorm. Viele überschätzen aber auch ihre bereits eingesetzten Kontrollmaßnahmen. Dabei ist keine Kontrolle so gut, dass sie nicht umgangen werden könnte. Und wer sollte Sicherheitslücken im Unternehmen besser kennen, als die eigenen Mitarbeiter?“

„Wer die unternehmensinternen Kontrollmechanismen ergänzen möchte, ist mit einem individuellen Konzept einer Vertrauensschadenversicherungen auf der sicheren Seite“, sagt Grewe und richtet sich speziell an Mittelständler: „Kriminelle Energie entsteht auch da, wo niemand sie vermutet –  sogar in kleinen Unternehmen wie Handwerksbetrieben mit zwei, drei Mitarbeitern. Hier ist auch die Zusammenarbeit mit Dritten ein unterschätztes Sicherheitsrisiko. Selbst wenn ein Delikt aufgedeckt wird: In den meisten Fällen ist der Schaden längst eingetreten. Dann sind Gelder oft auf Nimmerwiedersehen verschwunden.“

Sicherungsmaßnahmen und ihre Schwachstellen

Der Rechtsanwalt rät, das Unternehmen sowohl mit präventiven Maßnahmen als auch mit einer Vertrauensschadenversicherung zu schützen. Beispielsweise könne das „Vier Augen“-Prinzip bei Zahlungsvorgängen sowie laufende Rentabilitäts- und Liquiditätsbetrachtungen helfen, unübliche Geldabflüsse aufzudecken. „Sie haben aber auch Schwachstellen. Gerade langjährige Mitarbeiter finden hier Wege, solche Hürden zu umgehen oder für sich zu nutzen.“

Eine Vertrauensschadenversicherung fängt daher Vermögensschäden auf, die trotz aller Sicherungsmaßnahmen durch kriminelle Handlungen von internen und externen Vertrauenspersonen entstehen und erhält so die Liquidität des Unternehmens. Außerdem beteiligt sich die Versicherung im Fall eines Image-Schadens an den PR-Kosten.

Computer-Missbrauch

Und was heute noch wichtiger ist: Eine gute Vertrauensschadenversicherung fängt auch Kosten auf, die durch Computer-Missbrauch entstehen. Das betrifft insbesondere Finanzoperationen und den Geldverkehr, aber auch sonstige Vermögensschäden durch Computer- oder Software-Manipulationen.

Last but not least

Nur ca. 8 % der Unternehmen besitzen eine Vertrauensschadenversicherung – trotz des enormen Risikos. Grund ist häufig Unkenntnis über das breite Abdeckungsspektrum der Vertrauensschadenversicherung.

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