Diese Versicherungen brauchen Klempner, Installateure und Co.

Von Überschwemmung bis Stromschlag: Schäden, die durch die Arbeit von Handwerkern im Bereich Heizung-, Sanitär- und Klimatechnik entstehen, sind oft verheerend. Viele Betriebe sind dennoch nicht ausreichend gegen die Folgen versichert. 

Hast du in letzter Zeit mal versucht, einen Klempner zu bekommen? Schwierige Sache – die meisten sind über Wochen ausgebucht. Denn das Geschäft von Installateuren, Heizungsbauern & Co. boomt. Interessant für Maklerinnen und Makler: Viele der rund 50.000 Betriebe in Deutschland sind nicht oder aktuell nicht mehr ausreichend versichert. Zeit, das Gespräch mit dieser Zielgruppe zu suchen! Vielleicht hast du schon Betriebe in deinem Kundenstamm? Auch über soziale Medien lassen sich gut Kontakte knüpfen. 

Absolutes Muss: die Betriebshaftpflichtversicherung

Die wichtigste Versicherung für diesen Kundenkreis ist in jedem Fall die Betriebshaftpflicht. Kleine Argumentationshilfe: Experten der Branchenplattform selbstaendig.de bezeichnen diese in einer Mitteilung als „dringend erforderlich für Klempner beziehungsweise Installateure im Bereich Sanitär, Heizung und Klima“! 

Hintergrund: Bereits Kleinigkeiten wie eine beschädigte Dichtung können enorme Schäden durch Überschwemmungen verursachen. Werden Menschen verletzt, etwa durch einen Stromschlag, steigen die Kosten schnell in existenzbedrohende Höhen. Und haften muss immer der Betriebsinhaber – auch wenn der Schaden von Mitarbeitern verursacht wurde. Die Betriebshaftpflicht schützt zuverlässig vor solchen Risiken. 

Versicherungsschutz immer an den Einzelfall anpassen

Ebenfalls wichtig ist eine Geschäftsinhaltsversicherung, die für Schäden am Betriebseigentum durch Sturm, Hagel, Leitungswasser, Feuer oder Einbruch aufkommt. Ergänzt werden sollte sie durch eine Betriebsunterbrechungspolice, falls dein Kunde nach einem solchen Ereignis eine Zeit lang nicht arbeiten kann. Und natürlich ist – wie für alle Selbständigen – eine Rechtsschutzversicherung zu empfehlen, wenn es mal zu juristischen Auseinandersetzungen kommen sollte. 

Noch ein Wort zu den Deckungssummen: Sie sollten immer an die Tätigkeit des Betriebes angepasst sein. Besteht der Kundenstamm vorwiegend aus kleineren Privathaushalten, reichen eventuell schon 3 Millionen Euro. Für Handwerker, die an größeren Bauprojekten beteiligt sind, empfehlen Fachleute mindestens 5, besser 10 Millionen.  

Eine perfekt auf jeden Einzelfall zugeschnittene Absicherung bietet zum Beispiel der FirmenSchutz von Zurich. Und zu guter Letzt seien noch einmal die Branchen-Experten von selbstaendig.de zitiert. Ihr Tipp: „Es ist sinnvoller, sich für eine Versicherung zu entscheiden, die etwas mehr kostet, aber alle Berufsrisiken abdeckt, als beim Beitrag zu knausern und im Schadenfall ohne Schutz dazustehen!“ 

Von Pfefferminzia, Autor René Weihrauch